PRIMARSTUFE, SEK.I, SEK II

Hier finden Sie Auszüge aus Konzepten zu  bereits erprobten durchgeführten Projekten an Schulen.  Die  Auszüge sind nach Altersstufen gegliedert.  Bitte kontaktieren Sie mich bei Interesse für weiterführende Informationen.

Primarstufe

Eintauchen in Blau – Ein Tanzprojekt für die Primarstufe

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Das Element Wasser ist zugleich eines der alltäglichsten und eines, das in Träumen, Phantasien und Märchen oft eine Rolle spielt. In dieser Spannbreite als alltägliches, immer präsentes Element bis zum Symbolträger und Bestandteil von Märchen, Geschichten, Sagen eignet es sich meines Erachtens als Vorlage für ein Tanzprojekt. Das Projekt hat zum Ziel, das Element Wasser und dessen Assoziationsfeld in bewegte Bilder und Bewegungen umzusetzen und daraus eine Collage aus Tanz, Bild und Klang zu gestalten. Das Stück wird aus diesem immensen Fundus heraus „geschöpft“.

Wo die wilden Kerle wohnen Ein Tanztheaterprojekt für Grundschulkinder der 3. und 4. Klasse

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Der Bilderbuchklassiker „ Wo die wilden Kerle wohnen“ bildet die Grundlage für ein Tanztheaterprojekt, das verschiedenste Themen des kindlichen Erlebens anbietet. Hinzu kommen die ausdrucksstarken Illustrationen, die hervorragende Anregungen für Bewegung und szenisches Spiel liefern. Der Titel lenkt den Blick auf motorische und spielerische Aktivitäten, ohne als Erstes mit Tanz assoziiert zu werden- ein nicht unwichtiger Aspekt hinsichtlich der Arbeit an Schulen in gemischten Gruppen. Das Buch enthält eine Reihe von Themen, die als Gruppen- und Einzelaufgaben für Bewegung und Darstellung geeignet sind. Dazu zählen Traum und Schlaf, Wald, Naturfarben und Wasser, die wilden Kerle, Individuum und Gruppe. Die Themen bilden die Grundlage für einzelne teils darstellende, teils choreographierte Szenen und werden am Schluss so zusammengesetzt, das die Geschichte in bewegten Szenen erzählt wird. werden am Schluss so zusammengesetzt, das die Geschichte in bewegten Szenen erzählt wird.

Gelb und Blau – Partizipatives Projekt für Grundschulen
– Bewegung, Tanz, darstellendes Spiel-

 

Inspiriert von dem Kinderbuchklassiker „Das kleine Blau und das kleine Gelb“ von Leo Lionni erzählen wir eine Geschichte über das Glück der Freundschaft und Verbindung, über Annäherung und Verschmelzung und über das Glück, verschiedenartig zu sein.
Leo Lionnis Geschichte handelt unter anderem von 2 Farbtupfern, Gelb und Blau, die sich kennen lernen und ausversehen zu einer Einheit, dem Grün, verschmelzen. Gelb und Blau haben sowohl Spaß als auch Last mit dieser neuen Situation, bis sie beide sich durch ihre Tränen wieder auseinander fließen in ihre Ursprungsfarben.
Die Idee des Projektes ist es, sich den Themen Gemeinsamkeit, Verschiedenheit, Verschmelzung und Einengung zu nähern und dabei die Geschichte des Buches und die Eigenschaften der Farben zugrunde zu legen.

Reise ins Fantasialand oder wie tanzt man ein Karrussel? Ein Tanzprojekt für Grundschulkinder der 3. und 4. Klasse

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„Reise ins Fantasialand“ steht für die Erfahrung, dass Schülerinnen und Schüler positiv auf Tanz reagieren und sehr viel Freude am Bewegen haben, sofern dieser nicht auf dem Präsentierteller dargeboten wird und stattdessen über die Hintertüre hereinspaziert kommt. Die Reise ist im doppelten Sinne zu lesen- hin zu etwas Fremdem, Neuem, Unbekanntem, in das Reich „Fantasia“, was voll ist von Karrussels, Vergnügungen und Spaß. Die Erfahrung hat gezeigt,, dass Kinder gerne in ihrer eigenen Erfahrungs- und Erlebniswelt abgeholt werden. Die Kunst der Vermittlung besteht darin, den Bogen zwischen der einen und der anderen Welt zu schlagen… Das Thema bietet sich an aufgrund der Nähe zur Bewegung und dem riesigen Fundus an Bewegungsideen, der darin verborgen ist.

E-Motions – Ein  Tanzprojekt für die 3., 4., 5. und 6. Klasse

„Sie begleiten uns auf Schritt und Tritt, den ganzen Tag lang- allein mit uns selbst, in der Gruppe, zu Hause und anderswo. Was ist das eigentlich, so ein Gefühl wie Fröhlichkeit, Traurigkeit, Wut oder Genuss? Und wie lassen sich diese ständigen Begleiter mit dem Körper ausdrücken? Was passiert mit uns, wenn wir im wahrsten Sinn des Wortes „niedergeschlagen“ oder „aufgekratzt“ sind? Viele Wörter zeigen uns schon, dass die Gefühle sich in der Körperhaltung widerspiegeln. In diesem Workshop erkunden wir die abenteuerliche Welt der Gefühle, wie sie auf uns und unsere Tanzpartner wirken, aus welchen Situationen sie entstehen und wie wir aus ihrer Darstellung Geschichten über uns und die Welt erzählen können.“ Im Alltag zeigen schon Mimik und Gestik unsere Befindlichkeit, noch bevor wir einen Satz sprechen. Oft ist auch die Körperhaltung dafür offensichtlich. Fühlende Menschen beschreiben wir außerdem als „innerlich bewegte“ Menschen. Solche innere Bewegung mit dem Körper auszudrücken, viel expressiver als in unserer Alltagskörpersprache, ist Ziel des Tanzlabors.

Sekundarstufe 1 und 2

Citymoves – Bewegungstheater zum Thema Stadt

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Dieses Projekt nimmt sich als Vorlage ein Thema, das die Schülerinnen und Schüler in ihrer realen Lebenswelt abholt und dort ansetzt, wo sich diejenigen, die in Städten leben, tagtäglich aufhalten. Eines der Projektziele ist es, mit fachlicher Anleitung und Aufgabenstellung die Materialien gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern zu suchen und zu gestalten.

Heaven – Ein Tanztheaterstück zum Thema Glück

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Was ist das Glück und wie finde ich es? Ist es nur ein Traum? „Somewhere over the rainbow“? Existiert es nur als Erinnerung? Macht Schokolade glücklich– oder Geld und Erfolg? Sind Kinder glücklicher als Erwachsene? Beruht das Glück auf äußeren Einflüssen (Zufällen) oder auf unserer Haltung zur Welt? Wir wissen inzwischen, dass eine Ausschüttung von Serotonin, im Volksmund auch „Glückshormon“ genannt, Glücksgefühle begünstigt oder hervorruft – und sie stecken z.B. in der Schokolade.und anderen Kohlehydtratprodukten. Wir wissen, dass Glück zu den mehr oder weniger ausgesprochenen Lebenszielen eines jeden gehört. Genau so sicher ist, dass Glück für viele Menschen zu einzigartigen Erinnerungen schrumpft, die eingebettet sind in Lebensphasen, die nicht so glücklich verlaufen, manchmal auch schwer werden. Glück wird oft von außen erwartet – aber gibt es nicht auch eine Haltung zur Welt, die Glück befördert? … Das Projekt Heaven möchte die verschiedenen Facetten untersuchen, die „Glück“ als Ziel definieren, und sich zwischen medialer Vorgaben, „Erfolgsversprechen“, eigenen Realitäten, zwischen Anpassungsdruck und Befreiung verorten lassen.

Mut Proben – Ein Projekt für Schülerinnen und Schüler an weiterführenden Schulen

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Kann man Mut probieren? Der Sprung ins kalte Wasser ist die geläufigste Metapher.  Ist es also handeln, reden – ins Ungewisse und ohne Sicherheit, auch ohne Rücksicht? Wäre Mut also der Augenblick, absolut und rückhaltlos sichtbar zu sein?  Der Schauspieler oder Tänzer ist schon mutig, sofern er die Bühne betritt. Er handelt vor einem schweigenden Publikum, das ihn nicht in Sicherheit wiegt. Mut Proben thematisiert diese Situation und treibt sie voran. In einem offenen Konzept, das die „Probe“ durchaus beim Wort nimmt, erkunden Jugendliche die Parallelen zwischen dem Mut auf der Bühne und dem Mut zum Leben. Das Projekt „Mutproben“ ist konzipiert für Schüler/Schülerinnen in der Pubertät (12,13,14) und wird einige der relevanten Themen Ihrer Lebenssituation aufgreifen – ihr Umgang mit Grenzen, den eigenen oder den von außen gesteckten. Unser Ziel ist, diesem Thema mit dem Mutproben einen Experimentierraum und damit einen Erfahrungsraum zu schaffen und zu gestalten …

Hier und Jetzt – Autobiographisches Theater mit Jugendlichen

In diesem Workshop wird es darum gehen, gemeinsam mit den Jugendlichen eine Bewegungstheaterperformance zu erarbeiten. Ausgangspunkt und Thema ist die eigene Biographie. Der Titel bezeichnet bewusst den „Jetzt“-Zustand und überlässt es somit den Jugendlichen selbst, welche Aspekte ihrer Biographie sie zum Gegenstand des Workshops machen möchten. Ebenso umfasst eine nach allen Seiten hin offene Thematik Themen wie Kindheitserinnerungen, Jugend, Reisen, Gefühle, Heimat etc. Da es sich um Jugendliche handelt, die ihrer früheren Heimat beraubt wurden und nahe Angehörige verloren haben, ist diese Offenheit wichtig und notwendig. Genausogut meint der „Jetzt“-Zustand auch die neue Heimat Düsseldorf und den momentanen Bezug der Jugendlichen zu ihrer neuen Heimat, die es zu erkunden und zu erforschen gilt.Dieses Projekt nimmt autobiographisches Material als Aufhänger der Recherche. Tagebuchschreiben mag out sein, und mailen und chatten „in“- die verhandelten Themen sind die gleichen: die eigene Lebens- und Erfahrungswelt, Wünsche, Sehnsüchte, gelungene und misslungene Beziehungen- und die Frage nach dem Daseinszweck. Das Projekt nimmt diese Themen als Ausgangspunkt für eine autobiographische Suche. Auf teils intuitivem, teils reflektierten Wegen begeben sich die Jugendlichen auf die Suche nach authentischem Material (ohne Nabelschau und Pathos), das etwas über ihren Jetzt-Zustand erzählt. Das Projekt bewegt sich dabei zwischen der erinnerten Kindheit und der erlebten Gegenwart, zwischen Zukunftswünschen und Zukunftsängsten.

Herzstück* – Bewegungstheater- Darstellen- Spielen- Gestalten Ein Projekt für die 5. – 7. Klasse

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Dieser Werbespot ist bekannt: Ein Junge schiebt über ein paar Bankreihen einem Mädchen einen Zettel zu, auf dem steht: „Willst du mit mir in den Urlaub fahren?“ Sie liest, riskiert ein hinreißendes Lächeln zum Urheber des Angebots und antwortet mit dem bekannten Werbehinweis. Damit lässt sie die Anwort offen und der Phantasie viel Spielraum. Dennoch sehen wir im Abspann nochmals den auffordernden Blick des Jungen, der sich ganz offensichtlich über diesen Vorstoß freut, den er da gerade lanciert hat. Für Jugendliche in der „Latenzzeit“ sind Freundschaften und erste Liebe eine ihrer wichtigsten Erfahrungen. Oft entwickeln sich gleitend die ersten Kontakte zum anderen Geschlecht und entfalten eine spezifische Neugier. Sie spüren, sicher auch aus Erfahrungen mit Geschwistern, dass Jungs irgendwie anders sind, manchmal etwas ruppiger, manchmal etwas gelangweilter – und oft weiß man dann nicht so genau, wie man sich verhalten soll. Dies gilt natürlich auch umgekehrt. Das Projekt „Herzstück“ sucht spielerisch und behutsam Situationen auf, in denen diese Problemstellungen thematisiert werden können. Und es soll Jugendliche vor allem auch darin stärken, ihre eigene Identitat, ihre Wünsche zu entwickeln und ihre Stressfaktoren kennen zu lernen. …

In–tension – Ein Schulprojekt für Sek. I /Sek. II

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Spannung und Entspannung strukturiert unseren Tag – Nacht-Rhythmus. Eine schwierige oder ungewohnte Aufgabe, erzeugt „Aufregung“ als eine Art Ausgangsmotivation – Erleichterung und Zufriedenheit, wenn sie gelöst ist. „Unerledigte“ Aufgaben haften länger im Gedächtnis als erledigte – die Erfahrung des Scheiterns ist nachhaltiger – deshalb kennen wir schlaflose Nächte, unruhige Träume. Gerade diese Erfahrung fordert dazu auf, nach Lösungen in der Spannungsregulierung zu suchen. Genauso bekannt ist auch, dass kreative Lösungen eher in Phasen der Entspannung entstehen als in zu starker Fokussierung.
Spannungen zwischen Personen gehören zu den fundamentalsten menschlichen Erfahrungen. Diese Polarisierungen stellen sich rasch und in der Regel fast unbemerkt ein. Können wir Muster erkennen? Welcher Dynamik folgen sie? Welche Reaktion provoziert eine Aktion des anderen? Was lädt mich auf? Welche Entladung kann ich finden?