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„Die goldene Garde“ – Tanztheater 60+ in Düsseldorf

Der demographische Wandel bringt es mit sich, dass mehr und mehr ältere Menschen im kulturellen Bereich selbst aktiv sind oder aktiv werden möchten. Ältere Menschen schöpfen aus einem reichen Erfahrungsschatz.

Im Tanztheater geht es m.E. bei allen Darsteller*innen, ungeachtet der Differenz Profi-Amateur, Alter, o.ä.- um Präsenz und Selbstausdruck.
Die persönliche Präsenz als Thema zu nehmen und diese zu stärken, ist m.E. zentrales Anliegen eines jeden Prozesses, unabhängig von allen anderen Faktoren, die diesen mit beeinflussen und gestalten.
Dies ist meine künstlerische Perspektive auf die Gründung der „Goldenen Garde“.
Selbst nähere ich mich einem Alter von 54 🙂 und hoffe/ denke, dass meine damit einhergehende Erfahrung die Schwelle zum Einstieg niedrig hält
(Tatsächlich bin ich seit 1996 als Choreographin aktiv).
Formal/ Organisatorisch: Das Projekt steckt noch in den Kinderschuhen.
Zuerst müssen die konzeptuellen, organisatorischen und finanziellen Parameter geklärt werden.
Zur Vorbereitung gehören die Suche nach Partnern (Theatermuseum Düsseldorf hat zugesagt für Räume, P und Ö, u.a.), weitere Partner gewinnen, Konzeptentwicklung für ein erstes Projekt der „Goldenen Garde“, Antragstellung bei „Kultur und Alter“ / NRW und der Stadt Düsseldorf, um die Finanzierung zu sichern, ebenso wie Kontaktaufnahme zu anderen Künstler*innen, z.B. aus den Projekten von Küppers & Konsorten, u.a. für Bühne, Kostüme, Musik.
Organisatorisch würde das Projekt die gleiche Vorbereitung durchlaufen wie viele andere Projekte, die ich initiiert und durchgeführt habe.
Bis zum Ende 2021 soll sowohl die inhaltliche als auch organisatorische Arbeit abgeschlossen sein. Dieser Vorlauf ist meiner Erfahrung nach mindestens erforderlich.
Von der Idee her ist das Projekt längerfristig angelegt, es soll mehr als eine Tanztheaterproduktion daraus entstehen.
Die Mittel von DIS TANZ SOLO sollen mir helfen, die Zeit zur Vorbereitung einsetzen zu können. M.E. ist es im lokalen und nationalen Zusammenhang wichtig, die Arbeit mit älteren Menschen weiter voranzubringen, das Format Tanztheater entsprechend den Bedürfnissen und Arbeitsprozessen mit Älteren weiterzuentwickeln und gegebenenfalls neu zu denken und zu gestalten.
Auf erprobte partizipative Arbeitsmethoden zurückgreifen zu können, ist sicherlich hilfreich.
Jedoch wird es bestimmt im Laufe des Prozesses Themen und Situationen geben, die das Überarbeiten und Überdenken eben dieser Methoden erfordern.
Dies als Spannungsfeld zu begreifen, in dem ich mich choreographisch zwischen Bekanntem und Neuem bewegen kann, möchte ich anstreben.